Luftschadstoffe
und Wohngifte
Nachfolgend sind die wichtigsten im
Haus vorkommenen Luftschadstoffe und Wohngifte aufgelistet. Mit
verschiedenen Probenahme-und Analysemethoden lassen sich diese Stoffe
exakt bestimmen und auch die Quelle ausfindig machen.
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Lösemittel in Luft und Material
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Formaldehyd in Luft und Material
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Holzschutzmittel / Pestizide / Biozide in Luft und Material
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Schimmelpilze / Hefen in Luft und Material
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PCB in Luft und Material
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Glykolverbindungen in der Luft
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Flammschutzmittel im Material
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Diisocyanate im Material
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Kohlendioxyd in der Luft
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Phthalate (Weichmacher) in Luft und Material
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PAK im Material
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Aldehyde und Ketone in Luft und Material
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Dioxine und Furane in Luft und Material
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Asbest in Luft und Material
und vieles andere
Luftschadstoffe und Wohngifte - eine kurze Beschreibung
L
ö s e m i t t e l
Die wichtigsten in
Wohnräumen
vorkommenden Lösemittel ( VOC's) lassen sich im wesentlichen auf
ca
60 verschiedene Stoffe (z.B. Benzol,Toluol, Xylol, Styrol, Acetate
usw.)
eingrenzen und kommen vor in :
Farben und Lacken (auch
umweltfreundliche Lacke und Naturfarben sowie wasserverdünnbare
Lacke),
Lasuren, Versiegelungen, Imprägnierungen, Klebstoffe,
Teppichbodenkleber,
Verdünner, Reiniger, Reinigungsmittel, Wachse, Öle,
Extraktionsmittel,
Kosmetika, Duftöle, Holz, Bitumen, Zigarettenrauch,
Entfettungsmittel,
Schuhcreme, Abbeizer, Fußbodenbeläge, Kunststoffe, Harze,
Schaumstoffe
und Kunstlatex, Möbel, Reinigungen, Tankstellen,
Straßenverkehr,
Industriebetriebe, Tiefgaragen, Autoinnen-raum, Kraftstoffe,
Heizöl,
usw.
Beschriebene
Gesundheitsstörungen:
Hirnschäden,
Nervenschäden,
Allergien, Ekzeme, Leberschäden, Kreislaufstörungen, Haut-und
Schleimhautstörungen, Nierenschäden, Krebspromotion, alle
Symptome
des MCS, CFS und SBS (MCS, CFS, SBS siehe unten)
F
o r m a l d e h y d
Formaldehyd wird im
wesentlichen
in Harzverbindungen eingesetzt, die mit zunehmender Temperatur ausgasen
können. In Gasform ist Formaldehyd ein stechend riechendes Gas,
welches
jedoch meistens erst in Konzentrationen von mehr als 0,1ppm durch den
Geruch
wahrgenommen wird. Formaldehyd gast auch noch mehrere Jahrzehnte in
bedenklichen
Konzentrationen aus.
Formaldehyd kann enthalten
sein in:
Spanplatten, Sperrholz,
Hartfaserplatten, Mineralfaserplatten, Holzleimen,
säurehärtenden
Lacken, Papier, Ortsschäume, Bindemittel, Kleber, Schaumstoffe,
Waschmittel,
als Konservierungsstoff in Spülmitteln, Seifen, Kosmetika und
Shampoos,
Desinfektionsmitteln, Haushaltsreiniger, Tabakrauch, Textilien -
insbesondere
bügelfreie, knitterfreie, pflegeleichte Baumwolle, auch in
Naturholz
in geringen Mengen.
Als
Gesundheitsstörungen
werden beschrieben: (nur das eingeatmete Formaldehyd ist bedenklich)
Allergien,
Sensibilisisierung,
Asthma, Bronchitis, Erkältungen, anhaltender Schnupfen, Akne,
Augenentzündungen,
Haut-und Schleimhautreizungen, Ekzeme, Ausschläge, Kopfschmerzen,
Nervenentzündungen, Lymphknotenschwellungen, Nierenerkrankungen,
Psychische
Störungen, Haarausfall, Schlafstörungen, Antriebsunlust,
Konzentrationsschwäche,
Müdigkeit, Schwindel und andere und/bzw. Symptome
des MCS, CFS, SBS
H
o l z s c h u t z m i t t e l / P e s t i z i d e
In Wohnungen kommen im
wesentlichen
Fungizide, Insektizide und Bläueschutzmittel vor. In hohen
Konzentrationen
wurden Holzschutzmittel nicht nur zum eigentlichen Schutz gegen
Schädlinge,
sondern auch aus dekorativen Gründen(Farbgebung) im Innenraum
verwendet.
Bis Anfang der achtiger Jahre war in den meisten Holzschutzmittel PCP
enthalten,
erst seit 1990 ist PCP in Deutschland generell verboten, seit Anfang
der
80er Jahre wurde es nicht mehr in Holzschutzmitteln eingesetzt. Die am
häufigsten verwendeten Holzschutzmittel sind PCP und Lindan.
Außer
PCP werden auch heute noch fast alle gängigen Holzschutzmittel
eingesetzt.
Importwaren wie Leder (Schuhe) und Baumwolle enthalten oft Pestizide,
auch
noch PCP. Es sind mehrere hundert verschiedene Pestizide auf dem Markt.
Oft werden Schafwoll-Produkte (Teppiche) mit Permethrin bzw.
Pyrethroiden
ausgerüstet (Vorsicht bei Wollsiegel !).
Holzschutzmittel/Pestizide
gasen mehrere Jahrzehnte lang aus und werden über Atmung,
Hautkontakt
und Nahrungsmittel aufgenommen. Hohe Sekundärkontamination.
Holzschutzmittel/Pestizide
können enthalten sein in:
Holzschutzmitteln,
Schutzfarben,
Lacken und Lasuren, Pflanzenschutzmittel, Kammerjägermittel,
Insektenvertilgungsmittel,
Mückenvertilger(Verdampfer), Teppichen, Leder, Schuhen,
Naturstoffen
insbesondere Baumwolle, Algenschutzanstrichen usw.
Folgende chronische
Vergiftungserscheinungen
sind beschrieben:
Allergien, Blutungsneigung
infolge Gerinnungsstörung, Gewichtsverlust, Immunschäden,
Kopfschmerzen,
Müdigkeit, Schlafstörungen, Schwitzen, Übelkeit,
Unwohlsein,
Schwindel, Akne, Pilzerkrankungen, Hautveränderungen,
Muskelzittern,
Krämpfe, Sehstörungen, Sensibilitätsstörungen mit
Kribbeln
und Taubheit, nervöse Unruhe, Konzentrationsstörungen,
Gemütsschwankungen,
Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und noch viele
weitere Symptome wie MCS, CFS, SBS.
P
C B Polychlorierte Biphenyle
Seit den siebziger Jahren
verboten ist es jedoch noch in großen Mengen enthalten in alten
elastischen
Fugendichtungsmassen,
Klebstoffen, dämmenden Anstrichen, Kleinkondensatoren
(häufig in
Leuchtstofflampen
Achtung bei bräunlichem Auslauf) usw.
Gesundheitstörungen:
Selbst in geringsten Mengen giftig. Leber,-Milz- und Nierenschäden,
Zerstörung des
Immunsystems,
Verdacht auf Krebserregung, SBS, MCS, CFS
S
c h i m m e l p i l z e / H e f e n
Schimmelpilze sind meist
an feuchten Wänden angesiedelt, oft nicht sichtbar, auch in
Blumenerde,
extrem nach Wasserschäden. Gerne im Bad. Hefen (Candida albicans)
oft in Kühlschränken und Waschmaschinen
Gesundheitsstörungen
durch Pilzsporen, Stoffwechselprodukte (MVOC) und direktem Befall:
SBS, CFS, Allergien,
Schleimhautbeschwerden,
Dauerschnupfen.
P
h t h a l a t e / W e i c h m a c h e r
Weichmacher werden
Kunststoffen
zugesetzt, um diese elastisch und weich zu machen. Insbesondere PVC
besteht
zu einem hohen Prozentsatz aus Phthalaten. Phthalate gasen mit
der Zeit aus (der
Kunststoff
wird spröder) und wandert auch in benachbarte Materialien
über.
Gesundheitsstörungen:
Der in größten
Mengen hergestellte Weichmacher DEHP, ist im Tierversuch krebserregend
F
l a m m s c h u t z m i t t e l
Flammschutzmittel werden
in verschiedenen Materialien, insbesondere Kunststoffen zugesetzt,
um die Entflammbarkeit
herabzusetzen.
Die wichtigsten
Flammschutzmittel
sind: TCPP, TCEP und TBEP.
Die Flammschutzmittel sind
oft enthalten in Kunststoffgehäusen elektronischer Geräte wie
Computer-Monitore, Fernseher usw.. Weiter in Bodenbelägen,
Dämmstoffen
auf Kunststoffbasis, Ausschäummittel insbesondere
Montageschäume,
Farben, Tapeten, Matratzen, Möbelstoffen und
in einigen
Bodenpflegemitteln.
In letzter Zeit leider auch in der Siegelschicht des Naturproduktes
Linoleum
einiger Hersteller.
Da verschiedene
Flammschutzmittel
auch gleichzeitig Weichmacher für sonst spröde Kunststoffe
sind,
werden viele Kunststoffe mit diesen Chemikalien belastet
Die Flammschutzmittel
gasen
aus und lagern sich wieder an anderen Stoffen an und können so
vom Körper aufgenommen werden..
Beschriebene
Gesundheitsstörungen:
Nervenstörungen,
Allergien,
Krebs, Leberstörungen.
A
l d e h y d e u n d K e t o n e
Außer dem sehr
häufig
vorkommenden Formaldehyd gibt es verschiedene andere höherwertige
Aldehyde und Ketone, die aus verschiedenen Materialien ausgasen und die
Raumluft belasten. Quellen sind z.B. Alkydharzlacke und trocknende
Öle,
wie sie in Naturharzlacken, Leinölfirnis und Linoleum vorkommen.
Während
des sehr langen Trockenprozesses werden Aldehyde und Ketone
abgespalten.
Auch in Duftölen und durch Koch-und Backdämpfe.
Beschriebene
Gesundheitsstörungen.
Reizungen der
Schleimhäute
der Augen und Atemwege, Geruchsbelästigung, sonst wie Formaldehyd
(Aldehyde) und
Lösemittel
(Ketone). MCS, CFS, SBS
MCS
Multiple Chemical
Sensitivity
- Vielfache Chemikalienunverträglichkeit
Der Körper reagiert
übersensibel auf Chemie durch Schädigungen des zentralen
Nervensystems
und Belastungen von Herz-Kreislauf, Lungen, Gelenke, Muskeln,
Hals-Nasen-Rachenraum
durch einmalige hohe Konzentration oder langandauernde geringe
Konzentration
CFS
Chronic Fatigue Syndrom
- Chronisches Müdigkeitssyndrom
Müdigkeit,
Erschöpfung,
Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen
durch Störungen des
Immunsystems durch Umweltbelastungen (z.B. Lösemittel )
SBS
Sick Building Syndrom -
krankes Haus Syndrom
Oberbegriff für
Krankheitsbilder
und Befindlichkeitszustände durch
Baustoffe - Einrichtung
- Licht - Heizung - Klima - Bakterien - Pilze - VOC (Lösemittel )
Die WHO
(Weltgesundheitsorganisation)
beschreibt folgende Symptome für SBS:
- verstopfte Nase
- Juckreiz der
Nasenschleimhäute
- tropfende Nase
- ausgetrocknete
Schleimhäute
- tränende, juckende
Augen
- Engegefühl der Brust
-
Erschöpfungszustände
- Kopfschmerzen
-
Konzentrationsstörungen
- Übelkeit und
Schwindel
- unspezifische
Überempfindlichkeit
Die obigen umfangreichen Aufzählungen möglicher Krankheitsbilder soll Sie nicht beunruhigen, die Symptome müssen nicht auftreten. Ein Ausbleiben von Wirkungen soll Sie jedoch auch nicht in falsche Sicherheit wiegen. Einige Menschen reagieren aufgrund eines sehr guten Immunsystems nicht oder erst nach vielen Jahren auf bestimmte Wohngifte, andere bemerken ein oder mehrere Symptome oft schon beim ersten Kontakt mit den Wohngiften. Das gleichzeitige Auftreten von mehreren Wohngiften multipliziert oft die pathogenen Wirkungen.
Copyright 2011 Arthur
Düser,
Assling